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Weißer Tee – das weiße Gold des Kaisers

Wie weißer Tee zubereitet wird und wie weißer Tee wirkt

Bái chá – der reine Tee

Weißer Tee (白茶 chinesisch bái chá )  stammt ursprünglich aus China und gilt als einer der wertvollsten und ältesten Teesorten überhaupt. Er wird aus den jungen Knospen derselben Teepflanze (camellia sinensis) produziert, aus der auch grüner, schwarzer, gelber sowie Oolong und Pu Erh Tee hergestellt werden. Seine Bezeichnung verdankt der weiße Tee den zarten, weißen Härchen, die wie ein Flaum die jungen Knospen umgeben, die für den Tee verwendet werden. Bái kann im Chinesischen neben weiß auch fein, edel, klar und rein bedeuten – es handelt sich beim weißen Tee offensichtlich um einen besonders kostbaren und wertvollen Tee. Mittlerweile wird er auch in Indien, Sri Lanka und Afrika angebaut. Der Großteil des jährlichen Ertrags wird aber nach wie vor in China produziert. Die Herstellung von weißem Tee ist allerdings sehr aufwendig und sein Preis entsprechend hoch.
Weißer Tee: Herkunft, Wirkung, Zubereitung
Die Herkunft von weißem Tee
Abnehmen mit weißem Tee aus biologischem Anbau
Sorten, Geschmack und Zubereitung von weißem Tee
Inhaltsstoffe und Wirkung von weißem Tee
Über Inhaltsstoffe und Wirkung von weißem Tee

Die Herkunft von weißem Tee

Wirkung, Zubereitung und Abnehmen mit weißem Tee

Des Kaiser's liebster Tee

 

In der chinesischen Teekultur spielt der weiße Tee schon sehr lange eine überaus wichtige Rolle. Genaue Kenntnis über die Geschichte des weißen Tees gibt es nicht, denn viel von dem Wissen um den edlen Aufguss ist nur mündlich von Generation zu Generation überliefert worden – man vermutet aber, dass ursprünglich bereits 1000 v. Chr. in Fuding (Provinz Fujian) im Südosten Chinas weißer Tee getrunken wurde. Seine Blühtezeit erlebte der weiße Tee aber zur Zeit der Song-Dynastie 2000 Jahre später: Er wurde zum bevorzugten Tee am kaiserlichen Hofe Chinas. 
 

Zu dieser Zeit wurde der Tee noch nicht aufgegossen – die jungen Knospen wurden zu Pulver gemahlen und innerhalb verschiedener Teezeremonien mit Wasser vermischt, ähnlich der Zubereitung von Matcha. Die heute noch gängige Methode zur Produktion von weißem Tee wurde erst vor etwa 200 Jahren entwickelt. Heute wird weißer Tee längst nicht mehr nur in China, sondern in verschiedenen Anbaugebieten Japans über Indien bis nach Sri Lanka und sogar in Teilen Afrikas angebaut. Aufgrund der unterschiedlichen Bedingungen entwickelt der weiße Tee je nach Anbaugebiet einen eigenen geschmacklichen Charakter und Nuancen.

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Sorten, Geschmack und Zubereitung von weißem Tee

Bio-Weißer Tee ist gesund solange er aus biologischem Anbau stammt

Von “Silbernadel” bis “Augenbraue”– vier Qualitätsstufen von weißem Tee

 

Weißer Tee ist in vier verschiedenen Sorten unterschiedlicher Qualität erhältlich:

Yin Zhen (白毫银针): “Silbernadel Tee” ist die edelste und wertvollste Sorte weißen Tees und äußerst kostbar. Für die Produktion werden nur ungeöffnete Knospen im Frühjar aus der Region Fudian an der chinesischen Ostküste verwendet.  Auf den Silbernadeltee folgen die Sorten Pai Mu Tan (die weiße Pfingstrose) auf der zweiten, Gong Mei und Shou Mei (Langes Leben Augenbraue) auf dritter und vierter Qualitätsstufe.

 

Anbau und Produktion von weißem Tee

 

Die feinen Knospen der Teepflanze werden für die Herstellung des weißen Tees in einem ersten Schritt von Hand gepflückt. Für die Produktion von einem Kilo des Stoffs werden 30.000 Knospen der Camilla Sinensis von Hand geerntet – das erklärt auch den hohen Preis von bis zu 50 Euro pro hundert Gramm weißer Tee. Nachdem sie kurz abgekühlt sind, werden die Knospen auf  Welkmatten für einige Stunden teilfermentiert. Allerdings ist dieser Fermentationsvorgang nicht mit dem von schwarzen Tees zu vergleichen. Weißer Tee wird nur zu etwa 2% oxidiert bzw. fermentiert, bevor die Knospen anschließend unter Heißluft getrocknet, sortiert und wieder getrocknet werden. Insofern ist der weiße Tee aufgrund seiner schonenden Verarbeitung ein besonders natürlicher Tee: So gut wie alle Inhaltsstoffe bleiben dadurch in den ungeöffneten Knospen erhalten. Zum Schluss wird der Tee gemischt und verpackt. Mitunter wird weißer Tee auch ähnlich Pu Erh Tee gepresst und einem Reifeprozess unterzogen, dadurch steigt der Wert zusätzlich. Ein Beispiel für gepressten weißen Tees seht ihr auf dem Bild oben.

 

Wie weißer Tee zubereitet wird

 

Genau wie beim Grüntee ist die Zubereitung des weißen Tees entscheidend für den Teegenuss. Die zarten, feinen Knospen erfordern besondere Vorsicht, denn Wassertemperatur, Ziehzeit und Wasserqualität beeinflussen das Geschmackserlebnis entscheidend. Deshalb sollte man sich vor der Zubereitung von weißem Tee genau informieren.

Das Wasser sollte auf keinen Fall kochen, das würde die Inhaltsstoffe zerstören und den Tee sehr schnell bitter schmecken lassen. Optimal ist eine Wassertemperatur zwischen 70 und 80°C bei einer Ziehzeit von drei bis fünf Minuten. Für eine Tasse sollte man etwa zwei Gramm weißen Tees verwenden. Wie bei vielen hochwertigen Tees kannst Du auch mit dem weißen Tee mehrere Aufgüsse durchführen. Das beste Geschmackserlebnis hast Du übrigens, wenn Du weiches, besonders chlorarmes Wasser verwendest. Alle Infos zum Thema Wasserhärte gibt’s übrigens hier. Gerade beim weißen Tee lohnt es sich, nicht das kalkhaltige harte Wasser aus dem Hahn zu verwenden, denn er ist besonders mild und daher gerade geschmacklich relativ empfindlich.

 

Wie weißer Tee schmeckt

 

Da die feinen Knospen gepflückt werden, bevor sich Chlorophyl in ihnen entwickeln kann, schmeckt ein Aufguss mit weißem Tee relativ sanft. Oft wird der Geschmack blumig, mit leichter Süße beschrieben – insgesamt aber vor allem mild, frisch und leicht. Wem grüner Tee aufgrund der Gerbstoffe durch die Oxidation zu bitter schmecken sollte, der sollte deshalb einmal weißen Tee versuchen. Weißer Tee niedrigerer Qualitätsstufen ist stärker fermentiert und schmeckt daher kräftiger und herber.  Im Aufguss erscheint weißer Tee hellgelblich bis sanft-golden.

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Über Inhaltsstoffe und Wirkung von weißem Tee

Gesunder weißer Tee hilft beim Abnehmen

Was steckt drin im weißen Tee?

 

In der traditionellen chinesischen Medizin war der weiße Tee ein gerne genutztes Mittel. Das allein sagt aber noch nichts über eine heilende Wirkung aus. Im Zuge einiger ominöser Trends der letzten Jahre teilt der weiße Tee leider dasselbe Schicksal wie der Pu-Erh Tee: Er wird mitunter als Fettkiller zum Abnehmen umworben und als Extrakt in Form von Tee Kapseln als Wundermittel gegen alle möglichen Leiden von Fettsucht bis Krebs angepriesen. Diese gesundheitlichen Wirkungen sind bisher allerdings klinisch nicht nachgewiesen. Klare Aussagen kann man für weißen Tee insgesamt auch schwer fällen – zu groß sind die Qualitätsunterschiede und entsprechend verschieden die Inhaltsstoffe und ihre Konzentration. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung DGE warnt sogar vor übermäßigem Konsum von besonders billigem weißen Tee aus dem asiatischen Raum, da dieser mitunter pestizidbelasted sein kann. 

 

Anstatt dieses traditionelle Lebensmittel also als Wundermittel zum automatischen Gewichtsverlust und Cellulite zu sehen, sollte man den weißen – ebenso wie den Pu Erh Tee – lieber als das sehen was sie sind: Besondere, traditionelle Lebensmittel mit jahrtausendalter Geschichte und Kultur.

 

Weißen Tee kaufen

 

Wer weißen Tee kaufen möchte, sollte daher unbedingt auf die Qualitätsstufen achten. Zwar gibt es weißen Tee auch für kleines Geld, dabei sollte aber trotzdem Wert darauf gelegt werden, dass der Produzent Informationen über die Herkunft, verwendete Pflanzenteile, Verarbeitung und ähnliches angibt. Es kommt nicht selten vor, dass qualitativ niedriger weißer Tee als besonders wertvoller verkauft wird. Eine genaue Überprüfung der Produktinformationen kann davor schützen. Besonders weißer Tee aus biologischem Anbau ist relativ selten.

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