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Die japanische Teezeremonie

Zubehör für eine japanische Teezeremonie

Der Weg des Tees -  Japanische Teezeremonien im Trend

Teerituale, in denen der Tee behutsam zubereitet wird, bieten tägliche Pausen zur Entspannung und die Möglichkeit zur inneren Besinnung.  Japanische und chinesische Teezeremonien sind dabei die Königsklasse ritueller Teezubereitung und liegen voll im Trend. In der heutigen schnelllebigen Zeit werden sie auch in der westlichen Welt immer beliebter. In einigen deutschen Großstädten wie Berlin, Hamburg, München oder Düsseldorf gibt es bereits die Möglichkeit, an einer japanischen Teezeremonie teilzunehmen. Diese Zeremonien dienen längst nicht nur allein der optimalen Zubereitung des Tees, sondern sind Gesamtkunstwerke, bei denen sich alles um die Ästhetik dreht.

 
Teezeremonien haben in Japan eine große Bedeutung
Was die klassische Teezeremonie für die Japaner bedeutet
Matcha Zubereitung in der japanischen Teezeremonie
Wie eine japanischen Teezeremonie abläuft
Japanische Teezeremonien können einfach selber zuhause nachgemacht werden
Wie Du das japanische Tee-Ritual in Deinen Alltag überträgst

Was die klassische Teezeremonie für die Japaner bedeutet

Japanische Teezeremonien sind komplexe Teerituale
Das Teeritual - Viel mehr als Abwarten und Tee trinken

 

Teezeremonien sind elementarer Bestandteil der japanischen Kultur. Viele von ihnen haben ihren Ursprung in der Zen-Philosophie.  Die Japanische Teekunst, das sogenannte Chanoyu (wörtlich: Wasser für den Tee), welches in der japanischen Teezeremonie gipfelt, ist vermutlich das komplizierteste und umfangreichste Teeritual. Hier geht es um viel mehr, als nur um Teegenuss - Architektur, Malerei, Keramik, Gartenkunst und Ähnliches stehen hier im Zentrum dieses Gesamtkunstwerks. Ziel ist es, den Teetrinker mit Hilfe des Zeremoniemeisters auf den Chado (Teeweg) zu führen, der zu Harmonie und Selbstfindung im Kosmos führen soll. Mit dem Teegenuss soll den Gästen damit die Möglichkeit zur inneren Einkehr gegeben werden. Die japanische Teezeremonie ist im Gegensatz zu anderen Kulturen an feste Regeln gebunden, die den Ablauf haargenau bestimmen. Viele Handlungen und Gerätschaften haben dabei symbolischen Charakter, die der Zeremonie einer besinnliche, reinigende  Bedeutung und Funktion verleihen. Der Ablauf und die verwendeten Utensilien dieser Teezeremonien sind dabei seit über 1000 Jahren so gut wie unverändert.

 

Aufbau & Voraussetzungen einer japanischen Teezeremonie

 

Eine japanische Teezeremonie kann bis zu mehreren Stunden dauern. Für die Gäste (maximal fünf) ist dies nicht unbedingt Entspannung pur, denn die meiste Zeit davon verbringt man auf Knien oder im Schneidersitz. Die Teezeremonie wird dabei von einem Teemeister geleitet. Er ist es auch, der den Tee nach streng vorgegebener Vorgehensweise zubereitet. Seine Aufgabe ist es, die Teetrinker auf den Teeweg (Chado) zu führen und sie zum Teemenschen (Chajin) zu machen. Menschen des Tees zeichnen sich nach japanischer Lehre durch Gelassenheit, Ruhe und Wärme aus und haben gelernt, sich selbst zurückzunehmen.

Die Zeremonien finden in einem eigenen Teehaus statt, einem schlicht gehaltenen kleinen Pavillon. Das Teehaus ist von einem kleinen Garten umgeben, in dem sich oftmals ein kleines Wasserbecken befindet. Ein kleiner Weg aus Steinplatten (Roji) führt durch den Garten zum Teehaus.

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Wie eine japanischen Teezeremonie abläuft

In einer japanischen Teezeremonie wird oft Matcha Tee verwendet

Eine japanische Teezeremonie besteht aus einem einheitlichen grundlegenden Ablauf, der kaum variiert. Trotzdem gibt es aber jeweils unterschiedliche Vor- und Nachbereitungsphasen, die von der jeweiligen Teeschule und dem jeweiligen Zeremoniemeister abhängig sind.

 

Vorbereitung und Loslösung aus dem Alltag

 

Die Teilnehmer wandeln in einem ersten Schritt über den Gartenpfad in Richtung des Teehauses. Dieser Pfad (Roji) symbolisiert die erste Stufe der Erleuchtung durch die Loslösung aus dem Alltag. Der Zeremoniemeister bereitet das Wasserbecken vor, an dem sich die Teilnehmer anschließend Mund und Hände waschen. Das Waschen symbolisiert eine Reinigung von allem Schlechten und Bösen, was getan oder gesagt wurde. Im Anschluss ziehen sich die Teilnehmer die Schuhe aus, betreten das Teehaus und setzen sich in einer speziell vorgegebenen Anordnung auf die Knie, oder im Schneidersitz auf den Boden. Durch diese Haltung wird Demut und Respekt gezeigt, gleichzeitig werden alle gesellschaftlichen Unterschiede zurückgelassen. Im Rahmen der Teezeremonie sind in diesem Sinn alle Teilnehmer gleich.

 

Rituelle Teezubereitung

 

Nachdem der Teemeister fünf Mal einen Gong erklingen lässt, betreten die Teilnehmer den dafür eingerichteten Teeraum. Zu Beginn der Teezeremonie reinigt der Teemeister alle Utensilien symbolisch mit einem Seidentuch. Im Anschluss daran beginnt der Teemeister nach einer genauen Vorgabe mit 

 

 

 

der Teezubereitung. Der Zeremoniemeister kocht Wasser über einer im Boden eingelassenen Feuerstelle auf. Bei den häufigsten japanischen Teezeremonien wird Matcha-Tee aufgebrüht. Der Matcha ist in Japan langer Zeit schon für seine positive Wirkung auf Körper und Geist bekannt. Matcha-Tee wird mittels Matcha-Pulver und eines kleinen Bambusbesens (Chasen) angerührt. 

 

Zeremonieller Teegenuss

 

Ist der Matcha fertig angerührt, reicht der Zeremoniemeister dem ersten Gast (oftmals der Ehrengast) die Schale, der sie dankend annimmt und unter hörbarem Schlürfen den ersten Schluck nimmt. Die Schale wird nun unter vielen Komplimenten weitergereicht und  dazwischen mit einem sauberen Tuch am Rand abgewischt. Die Schale wandert jetzt von Gast zu Gast, dazwischen wird geistreich geplaudert. Für diese Gespräche war früher eine speziell dafür ausgebildete Geisha zuständig, die sich in künstlerischen und ästhetischen Fragen bestens auskannte und die Teilnehmer auf diese Weise unterhielt.

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Wie Du das japanische Tee-Ritual in Deinen Alltag überträgst

Eine Teezeremonie hilft beim Stressabbau und schafft Ruhe

Teezeremonien können auch im kleinen Rahmen im Alltag selber durchgeführt werden. In Form von kleinen Pausen, in denen man sich genug Zeit lässt und in Ruhe die selbst gebrühte Tasse Matcha-Tee genießt, werden kleine Ruhepole im Alltag geschaffen. So kann Stress abgebaut und neue Energie getankt werden. 

 

Die vier Prinzipien der japanischen Teezeremonie

 

In der japanischen Teezeremonie treffen konfuzianische Ethik, hoher Kunstverstand und Aspekte des Zen-Buddhismus aufeinander. Die rituelle Ausübung der Teezeremonien mit all den zugrunde liegenden Regeln und Anleitungen hat letztendlich zum Ziel, auch außerhalb des Teehauses das Denken und Verhalten  zu beeinflussen. Somit soll der Teilnehmer nach jahrelanger Übung zu einem wahren Teemensch werden, der seinen Mitmenschen mit Respekt und Achtsamkeit begegnet und sich selbst zurücknimmt.

Dabei liegen der japanischen Teezeremonie vier Prinzipien zugrunde: 

  • Harmonie bestimmt das Verhältnis der Teilnehmer der Teezeremonie untereinander, zur Natur und zu dem Zubehör

  • Respekt gegenüber Gastgeber als auch Gästen, sowie Wertschätzung der Utensilien

  • Reinheit in Bezug auf die Durchführung der Teezeremonie, als auch eine innere, spirituelle Reinigung

  • Stille beschreibt das Erlebnis innerer Ruhe und Gelassenheit
 

Teezeremonien im Alltag

 

Inwiefern sollen diese strenge Regeln und Anweisungen für die Teezubereitung aber beruhigend oder meditativ wirken? Wenn die Regeln zur Gewohnheit werden, jede Bewegung fließt und alles beinahe automatisch gehandhabt wird, ab diesem Punkt sind die Gedanken frei - zumindest nach der  japanischen Teekultur.

Nun besitzen vermutlich die meisten von Euch kein eigenes Teehaus inklusive Garten und Wasserbecken. Teezeremonien sind aber auch im kleineren Rahmen möglich: Kleine tägliche Teerituale alleine oder zusammen mit Freunden bieten persönliche Ruhepausen, die sich positiv auf Körper und Geist auswirken können und die dabei helfen können, dem täglichen Stress etwas entspannter zu begegnen.
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