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Alles über Schwarztee aus Indien

Indischer Schwarztee ist sehr beliebt, doch woher stammt er genau, welche unterschiedlichen Sorten gibt es und was macht ihn geschmacklich so besonders? Wenn ein Gewohnheitstrinker Schwarztee näher beschreiben soll, dann würde er vielleicht sagen, „schmeckt wie Schwarztee“. 

Englischer Schwarztee mit Earl Grey

Wie beim Grüntee gibt es aber auch beim Schwarztee große Unterschiede. So entwickelt der Darjeeling, je nach Erntezeitpunkt, einen Geschmack zwischen blumig bis nussig. Ein Assam schmeckt meistens malzig und ein Ceylon-Tee sehr würzig. Indien ist – nach China – der zweitgrößte Teeproduzent der Welt und für Teetrinker das wichtigste Anbaugebiet.

Im nördlichen Indien liegen die vier berühmtesten Anbaugebiete, von hier stammen zwei Drittel der gesamten indischen Teeproduktion. Zu den Gebieten, die teilweise sogar Namensgeber ihrer Sorten sind, zählen: Assam, Darjeeling, Dooars und Sikkim. Das restliche Drittel der indischen Tees stammt aus den beiden südlichen Teeanbaugebieten Nilgiri und Kerala. In den südlichen Hochland Provinzen, auch die „Blue Mountains“ genannt, befindet sich Nilgiri in einer Höhe von 1.000 bis 2.500 Metern über dem Meeresspiegel.

Darjeeling, die Perle unter den Schwarztees

Eines der wohl besten und bekanntesten Tee-Anbaugebiete der Welt ist definitiv Darjeeling. In diesem Luftkurort zwischen 600 und 2.000 Metern über dem Meeresspiegel wächst der „Champagner unter den Tees“. Schon die britischen Kolonialherren kultivierten die Teepflanze im Jahr 1847 zum ersten Mal, als Schwarzer Tee aus Indien in England immer beliebter wurde. Die Stadt Darjeeling liegt im Norden Indiens und ist umgeben von den Südhängen des Himalaja Gebirges. Das Klima, mit regenreichen und trockenen Monaten sowie ausreichend Sonnenschein ist perfekt für den Anbau des Spitzentees. Hier wachsen die Teesträucher nur langsam und entwickeln ihr einzigartiges Aroma für den besten Darjeeling Schwarztee aus Indien. Nur 87 Teegärten liegen in der Region rund um Darjeeling, weshalb die Produktionsmenge natürlich begrenzt ist. Für nur 100 Gramm fertigen Tee werden circa 2.000 Blättchen von Hand gepflückt und in einem aufwendigen Prozess weiterverarbeitet. Der Tee wird auch gerne als Basistee für aromatische Teemischungen verwendet. Earl Grey mit fruchtiger Zitrusnote ist beispielsweise das Ergebnis von mit Bergamotte-Öl parfümiertem Darjeeling.

Kostbarkeiten aus Assam

In etwa 2.000 Teegärten wächst der kräftige und würzige Schwarztee Assam. Die Hochebene Assam im Nordosten Indiens ist ebenfalls in verschiedene Teeanbaugebiete unterteilt. Die fünf Regionen Borengajuli, Hatimara, Sockieting, Hunwal und Kondoli bilden zugleich das größte zusammenhängende Teeanbaugebiet der Welt. Dank des extremen Klimas mit tropischer Hitze und viel Feuchtigkeit wachsen die Pflanzen hier besonders schnell und sorgen so für eine reichhaltige Ernte. Die Teesträucher werden zwischen 15 bis 30 Mal pro Jahr geerntet. Der Tee aus Assam schmeckt würzig und etwas malzig und ist in Deutschland auch als Grundlage für die gute Ostfriesen-Mischung bekannt.

Süßlicher Schwarzteegenuss aus Dooars

In einer kleinen Region zwischen Darjeeling und Assam liegt die Region Dooars. Das Flachland am Himalaya gelegen ist mit ca. 60.000 Hektar das dritt größte Anbaugebiet im Norden Indiens und besteht zum Großteil aus Anpflanzungen der ertragreichsten Teepflanze Thea Assamica.

Charakteristisch sind auch hier die Geschmäcker der unterschiedlichen Pflückungen. Ein First Flush aus Dooars schmeckt ähnlich wie aus Darjeeling: leicht, aromatisch und blumig und auch die zweite Pflückung, auch second Flush gennant, wird kräftiger im Geschmack, weshalb man hierbei auch von Honey-Flavour spricht.

Das nördlichstes Schwarzteeanbaugebiet Indiens: Sikkim

Mitten im Drei-Länder-Eck, umrahmt von Tibet, Nepal und Bhutan liegt die Provinz Sikkim. Sikkim Tee stammt aus nur einem einzigen Teegarten namens „Temi“. Qualitativ kann sich die Ernte mit den Tees des Nachbarn aus Darjeeling durchaus messen. Geschmacklich zeichnet sich der Tee durch einen blumig, weichen Abgang und besonderes feinem Aroma aus. Die Tee Ernte beginnt in Sikkim gut 4 Wochen nach Darjeeling, was dem milden Klima und daher dem langsameren Wachstum der Pflanze geschuldet ist.

Höher hinaus mit Schwarztee aus Nilgiri

Auf gut 2.500 Metern über dem Meeresspiegel befindet sich das höchstgelegene Tee-Anbaugebiet der Erde. Ganz im Süden Indiens, inmitten der Nilgiri-Berge, liegen die Teegärten die in kleinbäuerlichen Strukturen bewirtschaftet werden. Das warme Klima ermöglicht eine ganzjährige Ernte, wobei die besten Tees aus den Pflückungen von Januar bis April und Juli bis August gewonnen werden. Der Tee erinnert aufgrund seines fruchtigen Aromas stark an die Sorte Ceylon und wird in Deutschland häufig als Grundlage für eine Englische Teemischung verwendet.

Alles über Schwarztee aus Indien wurde zuletzt modifiziert am: April 21st, 2016 von Sophie